Published in: on 10. Februar 2011 at 10:46  Hinterlasse einen Kommentar  

Der Tod ist tot.

Es war einmal an einem verdammten Samstagabend ein Junge, der warf jeden Blick doppelt so schnell wieder zurück, und der entgegnete jede Berührung doppelt so schnell.
Dann kam der TOD. Und verdammt, dieser Junge tötete den Tod schneller als dieser “Oh, verdammt” sagen konnte.

Published in: on 21. Februar 2010 at 13:39  Hinterlasse einen Kommentar  

Impressionen zur Weihnachtszeit.

eine wand verändert ihren charakter mit der zeit. nach einer sekunde, nach 2 stunden, nach einem ganzen tag sieht eine wand ganz anders aus. und dann erst die zweite wand. und die dritte und die vierte. 1 2 3 4 wände,  1 2 3 4 stunden, 1 2 3 4 tage.sie kommen immer näher. 1 2 3 4 zentimeter, 1 2 3 4 kilometer. sie bohren sich bei diesen entfernungen natürlich durch den körper und treffen sich zumindest rein rechnerisch irgendwo wieder.

eine Wiese. Sonne gibt es hier nicht. Hier gibt es nichts. Schatten gibt es hier nicht. Nur die pure Dunkelheit des Nichts. Wäre das Nichts ansich auch noch dunkel, das Chaos wär perfekt. Hier gibt es nichtmal Schall. Alles was nach Ton und Melodie klingt, wird von der Umwelt in rücksichtslos-dieberischer Freude verschlungen, herumgewirbelt und fortgetragen. Wenn man ganz genau hinhört, hört man aber zumindest ein grässliches Rauschen. White Noise. Grässlich.

Und dann diese Tanten. Warum sind es immer die Tanten? Deren pressenden Stimmen sich zu schlaflosen Nächten gesellen und mit der Oberflächlichkeit der glücklichen Familie verschwimmen, glücklich, glücklich, glücklich, oberflächlich.
Und der Magen feiert mit. Und die Augen feiern mit und vor allem die Ohren. Aber das Herz feiert nicht, wird zerdrückt von den Wänden, bedeckt vom White-Noise des allgemeinen Wohlfühl-Bla-Blas, gepiekst von den piepsenden Stimmen, geschlagen von der hemmungslosen Feiergesellschaft.
Und dieser Gruß; Frohe Weihnachten, Frohe Weihnachten zu allem und jedem. Sag jemanden ich hasse dich, aber sag Frohe Weihnachten dazu, und keiner wirds merken. Sag jemandem Geh in Oarsch, aber sei ja höflich und sag vorher Frohe Weihnachten. Schrei, aber schrei Frohe Weihnachten.
In diesem Sinne. Frohe Weihnachten.

Published in: on 28. Dezember 2009 at 22:01  Hinterlasse einen Kommentar  

Ostern- Fest der…. ja was?

Ostern… Fest der Freude. Oder so. Ein guter Grund für einen Bericht aus dem ganz alltäglichen Leben- dem train train quotidien sozusagen. Ostern ist ja eines dieser Feste, das für alle Menschen eine andere Bedeutung hat. Da gibt es diejenigen, die sich schon Tage davor brav betend in der Kirche für die Auferstehung ihres Erlösers vorbereiten- während andere damit nicht mehr als ein paar Ostereier und Schokohasen verbinden. Ein netter Tag mit der Familie vielleicht. Letzteres trifft auch auf mich zu. Ich bin extra heute nachhause gekommen, um mit meiner Familie diesen sonnigen Tag zu verbringen. Die große Schwester, die gerade über eine Woche in der Schweiz war, kommt wieder und das macht diesen Sonntag ganz angenehm. Die Sonne scheint auch. Ostereier kann ich dafür nicht mehr sehen, heute morgen griff ich da lieber zum Marmeladebrot. Untragbar, ich weiß. Dass es den Osterhasen wirklich gibt, ist jetzt zumindest bewiesen: Heute beim Einbiegen in die Siedlung hab ich ihn gesehen. (!) Er ist eigentlich ein Kaninchen, schokobraunes Fell (Zufall?), für mein Verständnis eines Hasen außerordentlich groß und dick. Nicht besonders beweglich, gerade so, dass ich mich frage, ob er zu faul ist um die Eier auszuteilen und das alles nur ein großes großes Lügenmärchen ist, oder ob er vielleicht einfach schon vom vielen herumgehoppe so müde ist, dass er sich jetzt eine Pause gönnt. “Mein” Osterhase weist mysteriöserweise starke Parallelen zu dem Kaninchen meiner Nachbarin auf, das immer wieder vor seiner Besitzerin in die Freiheit fliehen möchte. Aber das ist bestimmt nur eine Sinnestäuschung, vielleicht hab ich schon ein schlechtes Osterei erwischt. Möge er brav weiterhoppeln- so ein Hase (oder eine Häsin?) ist bestimmt in der allgemeinen Osterstimmung (Spaziergänger, Frohe-Ostern-Wünschende, Schrebergartensitzer,…) besser aufgehoben als in einem engen Käfig ohne Freiraum und soziale Kontakte. Und er soll ja nicht so enden wie seine Freunde aus Schokolade..

Published in: on 12. April 2009 at 11:24  Hinterlasse einen Kommentar  
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